Tag des offenen Denkmals lädt zum Einblick und Entdecken ein

von Michael Dobler
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Mosbach. Beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 10. September, laden die Gutleutkapelle, St. Cäcilia auf dem Berge, das Tempelhaus und die KZ-Gedenkstätte Neckarelz zu einem Besuch ein. Das Motto „Talent Monument“ möchte in diesem Jahr vor allem auf die außergewöhnlichen Eigenschaften aufmerksam machen, die Denkmale ausmachen. Welche Details fallen erst auf den zweiten Blick auf? Was macht das Gebäude einzigartig und erhaltenswert?

So birgt die Gutleutkapelle zahlreiche Fresken und Rötelzeichnungen von einst durchziehenden Künstlern und Pilgern. Diese wertvollen und schmückenden Wandmalereien stehen im Gegensatz zum eher schlicht gehaltenen Außenbau. Das gesamte Ensemble, bestehend aus dem Gutleuthaus, dem Elendhaus und der Gutleutkapelle, zählt zu den besterhaltenen seiner Art in Baden-Württemberg. Gästeführer Alfred Haberstroh bietet um 15 Uhr eine Besichtigung und Führung an; Treffpunkt ist im Kapellenweg 5 vor der Gutleutkapelle.

Die Kirche St. Cäcilia wurde 1935 geweiht und befindet sich auf einem Teilstück des ehemaligen Schlossgartens. Der Stil der neuen Sachlichkeit stammt vom Architekten Hans Herkommer. Hier findet um 14 Uhr eine Führung mit Anita Schneider zum Thema „St. Cäcilia auf dem Berge: Ein Lichtblick im Dunkel der Nazi-Zeit“ statt. Treffpunkt ist vor der Kirche am Franz-Roser-Platz.

Das Tempelhaus in der Johannitergasse im Stadtteil Neckarelz, das mit barocken Heiligenfiguren, gotischen Maßfenstern, mittelalterlichen Schlitzfenstern und Schießscharten aufwartet, war wahrscheinlich eine staufische Tiefburg. Das Gebäude, für das keltische und römische Ursprünge vermutet werden, war von 1300 bis 1350 im Besitz des Johanniterordens. Das Tempelhaus ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet und bietet insgesamt vier Führungen mit Horst Uhl und Richard Zöller an, beginnend um 13 Uhr und dann zu jeder vollen Stunde.

Die KZ-Gedenkstätte in Neckarelz steht interessierten Besuchern am Tag des offenen Denkmals regulär von 14 bis 17 Uhr offen, der Eintritt ist an diesem Tag frei. Als Zusatzangebot wird die Ausstellung „Vinzenz Rose – einer von uns?!“ erstmals im Seminarraum der Gedenkstätte zu sehen sein. Diese Sonderausstellung ist ein Projekt der Geschichte-AG der Realschule Obrigheim, aus deren Kreis am Tag des offenen Denkmals Ansprechpartner*innen vor Ort da sein werden. Die Ausstellung kann auch an den folgenden Öffnungs-Sonntagen unabhängig vom Besuch der Gedenkstätte bei freiem Eintritt besichtigt werden. Außerdem ist ab diesem Tag die Broschüre „Die Baracke – eine (fast) vergessene Geschichte“ in einer neuen Auflage wieder erhältlich. Diese Krankenbaracke ist im Original in der Gedenkstätte, Mosbacher Straße 39, hinter der Clemens-Brentano-Schule, zu besichtigen.

Weitere Informationen gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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