Stadtentwicklung: Erhalt und Ausbau der Museumslandschaft in Lindenfels

von Michael Dobler

Stadtentwicklung: Erhalt und Ausbau der Museumslandschaft in Lindenfels

In der jüngsten Magistratssitzung wurde über die Sanierung der Zehntscheune, dem Lindenfelser Museum in der Burgstraße, beraten. Notwendig seien die Sanierung des Daches und die Erfüllung der Brandschutzvorgaben. Das werde viel Geld kosten, aber im aktuellen Haushalt sind seien bereits ein Teil der Mittel dafür bereitgestellt.

„Die Museen in Lindenfels, das Deutsche Drachenmuseum, das Lindenfelser Museum, die beiden Ausstellungsräume im Haus an der Burg und auch der

Heilpflanzengarten sind die Pfunde mit denen Lindenfels wuchern kann. Die Stadtentwicklung sollte meiner Auffassung nach sich insbesondere in diese Richtung bewegen“, erläutert Bürgermeister Michael Helbig diesen Ansatz. So werden in diesem Jahr im Haus an der Burg lebensgroße Figuren in der Gewandung des 14. Jahrhunderts zu sehen sein.

Das war die Zeit, als Lindenfels, zur Stadt wurde und das Marktrecht erhielt. „Ich halte auch die Anregung von Altbürgermeister Peter C. Woitge für überlegenswert, über eine Darstellung der Nibelungen in Lindenfels nachzudenken und hierfür geeignete Räumlichkeiten zu finden. Bekanntlich vereint ja das Nationalepos der Nibelungen in besonderer Weise die Ansätze Lindenfels: eine Burg, auf der Minnesänger und Spielleute Lieder zum Besten gaben und die Bearbeitung des Themas Drachen verlangen geradezu das Thema Nibelungen etwas stärker in den Fokus zu nehmen; sind wir doch mit dem Odenwald das literarisch verewigte Jagdrevier der Nibelungen“, schwärmt Helbig weiter. In einem ersten Gedankenaustausch sei auch über Räumlichkeiten nachgedacht worden, so käme beispielsweise eine Remise im Rathaushof in die engere Betrachtung, was eine Idee des Ersten Stadtrates Maximilian Klöss sei, oder aber ein Raum im Haus der Vereine, wo der Zugang über das Drachenmuseum erfolgen könne. Auch im Haus an der Burg fände vielleicht das eine oder andere Nibelungenexponat seinen Platz. „In der Konzeption des Infopunktes an der Burg waren die Nibelungen schon benannt und ich gehe davon aus, dass man künftig in der Nähe der Burg auf Siegfried, Kriemhild oder den Zwerg Alberich treffen wird“, verrät der Bürgermeister.

Keine Entwicklung bedeute aber Rückschritt und im besten Fall Stagnation oder Stillstand, deshalb muss es eine maßvolle Entwicklung geben; diese Richtung könne nun in den Gremien weiter diskutiert werden. Klar ist aber auch, dass Lindenfels nach wie vor finanziell nicht auf Rosen gebettet sei. Deshalb erfolgen die Entwicklungsschritte kleinteilig. „Schön wäre natürlich ein Investor, der ein Sporthotel, oder ein Themenhotel in Lindenfels etablieren würde, so müssen wir aber mit den vorhandenen Ressourcen versuchen das Beste daraus zu machen. Der Wander-Tourismus mit dem Nibelungensteig, unser Heilklima und die museale Landschaft sind Dinge die wir strukturell und nach und nach ausbauen können.

Die etablierten Veranstaltung und Themen wie das Lindenfels Festival (LIFE) machen Hoffnung, dass eine Entwicklung möglich ist“, bringt Bürgermeister Michael Helbig am Ende seinen Zukunftsglauben an die Stadt zum Ausdruck.

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