Sound of the Forest bringt mit Zeitgleich Festival Rhythmus in den Odenwald

von Anke Dobler

Sound of the Forest bringt mit Zeitgleich Festival Rhythmus in den Odenwald

Michelstadt. Gestern wurde bereits zum zweiten Mal das Zeitgleich Festival veranstaltet und durch ARTE Concert live übertragen. Die Idee, die dahinter steckt ist es, eine raumübergreifende neue Art der Veranstaltungsform zu etablieren. Denn dieses musikalische Crossover wurde auch ermöglicht, da der Fernsehsender ARTE eben zur gleichen Zeit an 3 verschiedenen Standorten die einzelnen 3 Musikevent in Abwechslung untereinander live ins Fernsehprogramm ARTE Concert übertrug.

Veranstaltungsort Michelstadt

Die verschiedenen Standorte Michelstadt (Odenwald) mit dem Veranstalter Sound-of-the-Forest e.V. und Rocken am Brocken (Elend bei Sorge)  sowie MS Dockville (Hamburg) boten den Festivalbesuchern aber auch den Fernsehzuschauern 3 Festivals in einem.

Das Zeitgleich Festival in Michelstadt fand am bewährten Veranstaltungsort im Biergarten des Spielplatz der Kulturen am ehemaligen Ponyhof statt. Der Veranstaltungsort war mit diversen Holzskulpturen u.a. dem Hirsch als Wappentier des Vereins Sound-of.the-forest sowie einer Windmühle und 2 Bäumen aus Holz dekoriert. Aufgestellte Stühle und Bierbankgarnituren sowie einzelne Holzchairs rundeten das zwanglose Ambiente ab.

Die Illuminierung mit Lichterketten und Leuchtschriften auf dem weitläufigen Gelände sowie ausgeklügelte Bühnen-Lichteffekte und Feuereffekte ergab später am Abend effektvolle Highlights (s. Bilder).

5 Indie-Musikbands live on stage

In kurzen Zeitabständen performten die unterschiedlichsten Band auf der kleinen Bühne, so dass das fast auschließlich junge Festivalpublikum (geschätzte 16 bis 34 Jahre) auch vor der Bühne ihrer ausgelassenen Freude an diesem besonderen Festivalevent durch rhytmische Tanzbewegungen stimmungsvoll zum Ausdruck brachte.

Mit den Bands Alma Ada, Seed to Tree, Impala Ray, Alice Merton sowie The Gardiner and the Trees waren bei diesem besonderen Live-Gigs 5 musikalisch ganz unterschiedliche Bands am Start. Diese gelungene Mischung aus langsameren, fast melancholischen Songs (Alma Ada) über rockige Klänge von Seed to Tree fand dann mit dem 3. Gig einen ersten Höhepunkt.

Denn die Band Impala Ray wurde mit frenetischem Applaus von den jungen Fesitvalbesuchern empfangen und enttäuschte sie nicht. Zu ihrer Musik tanzten zum Schluss ihrer Performance vor der Bühne 30 bis 40 Festivalbesucher/innen.

Aus zweierlei Gründen war dabei der Auftritt der Band Impala Ray bemerkenswert: Zum einen heizten sie durch ihren Leadsänger der tanzenden Menge gehörig ein, aber zum anderen nutzten sie dies auch zu einer kurzen politischen Ansage an die Politiker, da gerade die Künstler, Musiker, Veranstalter durch die Beschränkungen der Corona Politik zuvor schwer darunter gelitten hatten. Ihr prägnantes und mutiges Statement lautete:

“Wir sind auch noch da!”

Ein Ausruf, der angesichts fast 1 1/2 jähriger Zwangspause, verordnet durch Politiker, niemand übel nehmen darf.

Nach einer längeren Pause, in dem die anderen 2 Live-Acts mit Rocken am Brocken und MS Dockville auf einem überdimensional großen Bildschirm für Festivalatmosphäre sorgte, nahm dann das Festival mit dem von den Besuchern lange ersehnten Auftritt von Alice Merton, einer Ikone der Indie-Bewegung mit weit über 264.992.172 Aufrufe in youtube rasant Fahrt auf. Die Fans feuerten sie bei ihrer Live-Performance fast ekstatisch an.

Auch Alice Merton erinnerte sich nostalgisch dabei an ihr erstes Mal auf der Festivalbühne bei einer Veranstaltung von Sound-of-the-forest vor 6 Jahren.

We are so happy to be back.

(Wir sind so glücklich, wieder hier zu sein)

Und das war, so auch unser Eindruck, das Mantra des gesamten 15 Live-Acts überspannenden Festivals – übertragen durch ARTE Concert.

Bühneneffekte

Während die Dämmerung einsetzte, wurden zahlreiche Spezialeffekte durch den Inhaber von artArtistica, Stefan Rosewick-Hauke als stimmungsvolle Feuer-Show-Effekte gewohnt routiniert in Szene gesetzt. Die phantastische Stimmung des jungen oder jung gebliebenen Publikums entwickelte dabei eine locker-lässige Festivalatmosphäre, die sich durchaus auch mit viel größeren Festivals messen lassen kann.

Gastronomie

Auch für die Gaumenfreuden war bei der Auswahl der Getränke und Snacks ausreichend für die Besucher gesorgt worden. Das Bier und andere Getränke floßen in Strömen und das Festival nahm fast familiäre Züge an. Sozusagen Klein-Woodstock im Odenwald.

Unser Resümee

Nach langer Durststrecke durch die Corona Zwangspause waren sowohl die Bands als auch Veranstalter, Bühnentechniker, Tontechniker, Lichtdesigner, Veranstalter von professionellen Feuershows sowie natürlich das Publikum begeistert, ein solches Musikevent wieder mitgestalten oder erleben zu können.

Ein rundum gelungener Versuch, die wiedergewonnene berufliche oder persönliche Freiheit ausgiebig zu feiern.

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1 Kommentar

Christina August 10, 2021 - 9:04 am

Ich war mit meinen 2 Freundinnen da, es war einfach spitze, wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.
Die Stimmung war der Hammer.

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