Skandal bei Radwegeinweihung in Miltenberg

Miltenberger Bürgermeister Kahlert verspottet bayrische Traditionen

von Michael Dobler

Die Einweihung eines neuen Geh- und Radweges, der die Stadt Miltenberg und Markt Klein-Heubach miteinander verbindet und die damit verbundene Segnung der Brücke sollte eigentlich eine positive Angelegenheit sein.  Doch bei der Einladung zur Einweihung kam für uns alles anders. Darauf kommen wir noch zurück.

Daten und Fakten der Brücke und des Geh- und Radweges

Die Brücke verbindet die Stadt Miltenberg und Markt Klein-Heubach miteinander. Die fertiggestellte Brücke über die Mud ist dabei Teil des 1,2 Kilometer langen Radweges. Spatenstich für das Bauvorhaben war der 15.10.21; die Endfertigung mit der Segnung der Brücke der 24.08.22.

Dieser neue Radweg ist dabei Teil des Radwegenetzes Miltenbergs und ist Bestandteil eines großen Fahrradwegnetzes. So z.B. des Main-Radweges, des Drei-Länder-Radweges, des Deutschen Limes-Radweges, der Deutschland-Route 5 (Saar-Mosel-Main)  sowie der Euro-Velo-Route 4 (Central Europe Route) und hat offensichtlich große Bedeutung für die Stadt Miltenberg und die angrenzende Region.

In seiner Einweihungsrede am Mittwoch (24.08.22) betonte dies nachdrücklich auch Bürgermeister Bernd Kahlert. Sie sei in ihrer Konzeptionierung ein Wegweiser für eine moderne und zeitgemäße Stadtplanung. Der Nutzen der Brücke und des daran anschließenden Radweges läge vor allem darin, eine deutliche Entlastung des Verkehrs und die Vermeidung evtl. Staus zu generieren. Somit würde die Umwelt deutlich entlastet. Ausserdem sei der Radweg eine sichere alternative Route für die Schüler bei ihrem täglichen Weg zu den Schulen.

Die Brücke selbst besteht aus 2 Teilen, Brücke 1 hat ein Gewicht von 40 Tonnen und Brücke 2 von 16 Tonnen. Die Gesamtkosten können laut BGM Kahlert noch nicht genau beziffert werden, da noch nicht alle Rechnungen vorliegen würden. Aber eine Investionssumme von ca. 2,5 Mio. Euro konnte bereits beziffert werden.

Dieser Betrag setze sich vor allem durch Fördergelder vor allem aus Bayern und einem nicht unerheblichen 6-stelligen Eigenanteil der Stadt Miltenberg von 150.000 Euro zusammen.

Der Termin zur Einweihung wurde durch die Jagdhornbläser mit mehreren eingängigen Musikstücken aufgelockert. Diese Bläser stellen die echte bayrische kulturelle Tradition dar und rahmten diesen Termin gekonnt ein.

Nachdem Bürgermeister Kahlert seine Rede gehalten hatte wurde an Pfarrer Domröse für seine Segnung übergeben. Soweit so gut. Auch die Segnung mit Weihwasser ging noch normal –  wie es bayrisches Brauchtum ist –  vonstatten.

Der Skandal

Nach der Segnung durch die anwesenden Kirchenvertreter kam plötzlich ein Islamprediger der islamisch-türkischen Gemeinde der Stadt Miltenberg ans Rednerpult, gefolgt von seinem Dolmetscher. Dieser Islamprediger skandierte dabei in arabischer Sprache ebenfalls die Segnung der Brücke.

Man stelle sich dies bildlich vor:

In Bayern wird durch einen Mann mit islamischen Glauben in seiner Landessprache arabisch die Segnung einer Brücke vorgenommen.

Ist nicht die deutsche Sprache immer noch Amtsprache?

Es versteht sich von selbst, dass das umstehende Publikum bis auf einige wenige Ausnahmen natürlich kein Wort davon verstand. Und der eine oder andere hatte dabei auch einen entsprechenden ablehnenden Gesichtsausdruck auf. Dafür gab es dann auch noch einen Dolmetscher – was bitte sollte die Segnung durch diesen Muslim?

Dass Staatsgäste auf Bundesebene nicht unbedingt unsere Landessprache beherrschen, liegt in der Natur der Sache. Aber wenn bei einem offiziellen regional-politischen Termin jemand ans Rednerpult geht und in arabisch skandiert, der eigentlich Mitglied der Glaubensgemeinschaft der Muslime in der Gemeinde Miltenbergs ist, aber kein Wort deutsch spricht, ist das für mich absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar.

Der Islam ist bekanntermaßen keine friedvolle Religion und solange die Gläubigen dieser Glaubensrichtung sich nicht vom politisch motivierten radikalen Islam distanzieren, ist es aus meiner Sicht völlig unangebracht, jemanden in arabisch als Muslim eine Segnung sprechen zu lassen.

Für mich als geborener Unterfranke und Bayer zerbrach an diesem Tag damit meine Welt und mein Glaube an die bayrischen oder katholischen Traditionen meiner Kindheit wurden damit vollkommen zunichte gemacht.

Diese Segnung wurde aus meiner Sicht zur politischen Farce und stellt für mich einen nicht zu unterschätzenden politischen Skandal dar.

Wie kommen die Vertreter der Stadt Miltenberg dazu, ausgerechnet einen Islamprediger die Brücke segnen zu lassen? Und warum waren dann nicht auch ein Vertreter des jüdischen oder buddhistischen oder hinduistischen Glaubens anwesend?

Die Ironie an dieser Farce ist, dass einen Monat früher bereits eine große Brücke im Landkreis Miltenberg eingeweiht wurde und dies tatsächlich ohne Beteiligung des Islams!

Im Juli 22 wurde vom Landkreis Miltenberg die Neue Mainbrücke in Anwesenheit des Weihbischofs Helmut Bauer aus Würzburg sowie den Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg Dr. Ernst Dietrich Bezzel für alle katholischen und evangelischen Ortsgeistlichen diese Brücke gesegnet.

Nach unseren Recherchen war an diesem Tag aber kein islamischer Prediger zur Segnung anwesend. Das alleine spricht doch schon Bände.

Fazit

Abgesehen von der Sache mit dem islamischen Prediger besteht die Brücke am Boden aus Metall mit Zwischenräumen, was ängstliche Hunde mit Sicherheit nicht freiwillig über diese Brücke gehen lässt.

Und was bei Eis im Winter passiert, sollte eigentlich klar sein. Entweder die Brücke wird dann bei Eis wegen Verkehrsunsicherheit gesperrt werden müssen oder die Menschen, die sich über die Brücke zu Fuß bewegen, sollten das Fliegen lernen.

Aus meiner Sicht wird dies im Winter womöglich eine teure Angelegenheit für die Stadt, man denke da nur an evtl. Bein-oder Armbrüche.

Unser Fazit lautet wie folgt:

Wir hätten uns die Teilnahme an diesem Termin definitiv sparen können.

Und steht endlich auf und sagt eure Meinung, wenn Euch etwas nicht passt. Sonst werden Politiker aller Couleur ohne Widerstand immer mehr bei uns Bürgern in den persönlichsten und intimsten Bereich weiter vordringen.

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