Linienfahrplan zwischen Haingrund und Klingenberg bleibt unangetastet

von Michael Dobler

Linienfahrplan zwischen Haingrund und Klingenberg bleibt unangetastet

Die zu Jahresbeginn vollzogene Streichung der Früh- und Spätverbindung auf der Buslinie 67 zwischen Haingrund und Klingenberg wird rückgängig gemacht. Ab dem 31. Januar fährt der Bus wieder zu den gewohnten Zeiten und ist damit weiterhin auch für Berufspendler nutzbar. Diese erfreuliche Antwort hat Bürgermeister Uwe Olt vom Miltenberger Landrat Jens Marco Scherf erhalten, den er auf die Fahrplaneinschränkung hingewiesen und um Unterstützung gebeten hatte. Erfolgreich war damit auch der öffentliche Protest eines betroffenen Ortsbürgers aus Haingrund, über den das Odenwälder Echo ausführlich berichtet hatte (Ausgabe vom 18.01.2022 „Gestrandet in Klingenberg“).  

Obwohl es sich bei der Linie um einen sogenannten eigenwirtschaftlichen Verkehr handelt und der Landkreis Miltenberg in die Organisation des regionalen ÖPNV nicht unmittelbar eingebunden ist, konnte man im Kontakt mit dem beauftragten Busunternehmen erreichen, dass die wichtigen Verbindungen zu den Tagesrandzeiten erhalten bleiben. „Gerade vor diesem strukturellen Hintergrund ist das Engagement von Landrat Scherf besonders lobenswert“ findet der Lützelbacher Bürgermeister, zumal dieser darüber hinaus angekündigt habe, auch das Ziel einer durchgängigen bzw. gut vertakteten kreisübergreifenden Linienverbindung bis zum Bahnhof Höchst i. Odw. wieder aufgreifen und auf der Ebene der Landkreise weiterentwickeln zu wollen.

Auch die OREG, die die Gemeinde in ihrem Anliegen unterstützt hatte, zeigt sich erfreut über die Entwicklung. Wie Stefan Reinhardt als kommissarischer Leiter des dortigen Geschäftsbereiches Nahverkehr betont, lasse sich in dieser Frage auf bereits vorhandenen Überlegungen aufbauen. Dabei müssten neben der betrieblichen Machbarkeit aber auch die notwendigen Finanzierungsaspekte beleuchtet werden. Das ist auch Bürgermeister Olt bewusst, der darauf verweist, dass die Gemeinde Lützelbach den kreisübergreifenden ÖPNV nach Bayern bis ins Jahr 2010 mit einem kommunalen Zuschuss subventioniert hat. Über ein neuerliches Engagement könne man reden, wenn damit ein deutlicher und verlässlicher Mehrwert aus Sicht der Gemeinde verbunden sei.

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