KSP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH legt unzureichende Vollmachten vor

von Joschua Dobler

KSP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH legt unzureichende Vollmachten vor

Inkassounternehmen und Rechtsanwälte werden zumeist von Unternehmen damit beauftragt, Gelder aus Forderungen bei Schuldnern einzutreiben. Sie sind gesetzlich jedoch dazu verpflichtet, die Gesetzeslage strikt einzuhalten. So dürfen gesetzlich geschützte unpfändbare Beträge (siehe Pfändungstabellen) nicht eingetrieben werden.

Desweiteren dürfen sie nur auf der Rechtsgrundlage von aktiven Forderungen, die auch rechtmäßig sind versuchen, den geschuldeten Betrag beim Schuldner einzutreiben.

Wir wurden von einem Betroffenen darüber informiert, dass in mindestens einem Fall ein beschäftigter Rechtsanwalt der KSP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH sich hierbei eben nicht an die Rechtslage gehalten hat. So erhielt der Betroffene in seinem vorliegenden Fall durch KSP Rechtsanwälte mehrere Forderungsschreiben auf eine geschuldete Summe, die sich auf eine unzureichende und falsche Vollmacht berufen hat.

Wie verhält es sich bei falschen Vollmachten?

Wie allgemein bekannt, dürfen nur einwandfreie richtig zugestellte Forderungen mit einer einwandfreien Vollmacht beigetrieben werden. Dies ist im geschilderten Fall bei KSP Rechtsanwälten nicht der Fall gewesen.

So wurde im besagten eine Vollmacht vorgelegt, in der weder der Forderungsinhaber noch der Schuldner aufgeführt waren. Noch um welche rechtliche Angelegenheit es sich hierbei handelt. Auch weitere rechtliche Mängel bestanden bei der Vollmach. Da die Vollmacht keine originalunterschrift des Gläubers enthielt, sondern reinkopiert war, so dass es sich bei der Untewrschrift des mutmaßlichen Gläubigers klar erkennbar um eine Unterschriftenkopie – keine Orginalunterschrift handelte. Zudem fehlte auch noch die Angabe des Ortes und das Datum. Daher war die vorgelegte Vollmacht rechtlich bereits aus erkennbaren Rechtsmängeln insgesamt ungültig.

Genau eine solche Vorgehensweise ist illegal und nach dem Gesetz verboten. Auffälig ist es, dass dies bei den KSP Rechtsanwälten sehr oft bei Forderungen der Ebay GmbH und bei PayPal vorkommt.

Was können Betroffene dagegen unternehmen?

1. Betroffene sollten die Rechtsanwälte darüber informieren und sofortige Einstellung der Forderung beantragen sowie eine Datenlöschung der Daten.

2. Es kann eine Strafanzeige sowie Strafantrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen Betruges eingereicht werden, auch wenn in vielen Fällen bei der Anzeige womöglich nichts heraus kommt (mangels öffentlichem Interesse). Trotzdem berichten Betroffene davon, dass dann auch oft die Forderung eingestellt wird.

3. Betroffene steht es zudem frei, auch einen Rechtsanwalt mit dem Fall bis zur gerichtlichen Klärung zu beauftragen.

4. Betroffene sollten sich an die Zuständige Rechtsanwaltskammer in Hamburg wenden, und eine Beschwerde einreichen, erfahrungsgemäß werden nach einer Aufforderung zu Stellungsnahme der Rechtanwaltskammer die Forderungen einfach eingestellt.

5. Man kann sich an die Presse wenden. Was Rechtsanwälte noch mehr fürchten als die Staatsanwaltschaft oder die Rechtsanwaltskammer ist die Presse. Rechtsanwälte wollen meist nicht, dass ihr Name und ihre Geschäftspraktiken öffentlich werden, da dies ihr Geschäftsmodell massiv gefährdet.

Sollten auch Sie Ärger mit der KSP Rechtsanwaltsgesellschaft mbH oder anderen Rechtsanwälten haben, so schildern Sie uns Ihren Fall.  Wir werden der Sache auf den Grund gehen und darüber entsprechend berichten.

Gerade im Bereich der Rechtsanwälte gibt es unseriöse Rechtsanwälte, die sich deutlich gegenüber den seriösen Rechtsanwälte ihrer Branche unterscheiden. Schwarze Schafe haben aber nichts auf diesem sensiblen Markt zu suchen.

 

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