Ist das Abbrennen von Feuerwerk noch zeitgemäß?

von Michael Dobler
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Jahreswechsel und Feuerwerk gehören für viele Menschen einfach zusammen und so wird sicher auch in der diesjährigen Silvesternacht wieder Feuerwerk gezündet, um das neue Jahr zu begrüßen.

Trotz dieser langen Tradition zum Jahreswechsel rücken die negativen Auswirkungen auf die Umwelt, die Belastung der Luftqualität und die Gefahren für Mensch und Tier immer mehr in den Fokus.

Deshalb sollten einige Dinge beachtet werden:

Zunächst sei explizit darauf hingewiesen, dass das Abbrennen von Feuerwerk vor allem im Altstadtbereich mit den vielen Fachwerkhäusern, aber auch in der Nähe von Kirchen und Altenheimen lt. § 23 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz grundsätzlich nicht zulässig ist.

Beim Zünden der Feuerwerkskörper sollte darauf geachtet werden, dass nur Feuerwerk verwendet wird, welches eine CE-Kennzeichnung hat. Ohne diese Kennzeichnung ist das Feuerwerk in Deutschland nicht zugelassen. Besondere Gefahren gehen von Feuerwerkskörpern aus, die beispielsweise in Polen oder Tschechien gekauft wurden. Dort gelten andere Vorschriften und die Wirkung, insbesondere die Sprengkraft, die von solchem Feuerwerk ausgeht, ist teilweise lebensgefährlich. Zusätzlich können diese Importe massive Sachschäden herbeiführen. Schon die Einfuhr dieser Feuerwerkskörper ist strafbar.

Bei zugelassenem Feuerwerk sind in jedem Fall die Gebrauchshinweise zu lesen und zu beachten sowie die Aufbewahrung so zu wählen, dass keine Selbstentzündung möglich ist.

In geschlossenen Räumen ist nur so genanntes Tischfeuerwerk zugelassen.

Feuerwerkskörper dürfen niemals blindlings weggeworfen oder gegen Menschen, Tiere und Sachwerte gerichtet werden. Die Aufbewahrung sollte niemals in Jacken- oder Hosentaschen erfolgen.

Zudem sollte dringend auf Brennholzlager geachtet und unbedingt Rücksicht auf ruhebedürftige Mitbürger und die Tierwelt genommen werden. Gerade für Tiere bedeutet die Silvesternacht eine enorme Stressbelastung.

Auch wer selbst keine Silvesterraketen zündet, ist nicht völlig ungefährdet: Raketen können auf Balkonen und Terrassen landen und Möbel und Hausrat in Brand setzen. Die Feuerwehr rät dazu, alle brennbaren Gegenstände von dort zu entfernen und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zudem sollte bei aller Freude an den bunten Raketen und anderen Feuerwerkskörpern nicht vergessen werden, dass dabei in kürzester Zeit Unmengen an Schwarzpulver freigesetzt werden, was einen unmittelbaren Anstieg der Feinstaubbelastung hat. Zudem werden horrende Geldsummen in den Himmel geschossen. Außerdem entstehen durch private Feuerwerke Unmengen an Müll. Schon diese Aspekte sollten zum Hinterfragen von Feuerwerk anregen.

Bürgermeister Manuel Feick: „Ich bitte Sie im Hinblick auf Mensch, Tier und Klimaschutz zu überlegen, ob ein Feuerwerk wirklich notwendig ist. Sollten Sie trotz allem nicht darauf verzichten wollen, halten Sie sich an die Vorgaben, haben Sie einen Blick auf unsere Umwelt und achten Sie auf ihre Sicherheit und die anderer. Kein Feuerwerk bedeutet zwar Verzicht, aber auch, keine Gefahr.“

Feick
Bürgermeister

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