Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Naturparke und Biosphärenreservate als Dialogplattform für Wald- Interessen

von Michael Dobler

Vielfältige Ansprüche an den Wald und seine Nutzung sind mit unterschiedlichen Interessen verbunden, die
einen sachlichen Dialog erfordern. Gerade im Spannungsfeld zwischen Klimawandel und anderen
Herausforderungen sind wir, als Gesellschaft und Expert:innen, gefragt gemeinsam Lösungen für den
Interessenausgleich zu finden. Das NaBioKom-Projekt bearbeitet die Frage, wie Naturparke und
Biosphärenreservate als Kommunikationsplattformen den Dialogprozess zwischen regionalen Akteur:innen
des Naturschutzes und der Forstwirtschaft unterstützen und fördern können.

Das IfLS (Institut für ländliche Strukturforschung, Frankfurt) setzt gemeinsam mit team ewen, Projektpartner für Kommunikation und Mediation, sowie vier Praxispartnern Dialogprozesse um. So fungieren neben dem Geo-Naturpark
Bergstraße-Odenwald auch der Naturpark Kellerwald-Edersee sowie die Biosphärenreservate Rhön und Thüringer Wald als so genannten „Reallabore“. Das Projekt wird gefördert durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe mit Mitteln des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft).

Beim KickOff diskutierte das Projektteam über mögliche Anknüpfungspunkte in den Reallaboren. Die beteiligten Naturparke und Biosphärenreservate stehen bereits in stetem Austausch mit Akteur:innen der Waldbewirtschaftung und des Naturschutzes und können auf ein sehr gutes Verhältnis aufbauen. Sie sehen sich selbst als Kommunikationsplattformen für den Dialog verschiedener Interessengruppen, auch weil sie sich für die verschiedenen Waldfunktionen einsetzen. Auf diesen bisherigen Erfahrungen und Erfolgen aufbauend, sehen sie in ihren Reallaboren weiteres Dialogpotenzial, wie etwa zu den Themen Wald und Erholung, Wald und Wild, Anpassung an den Klimawandel, Umsetzung von Maßnahmen in Naturschutzgroßprojekten sowie der Grenzlinienverschiebung zwischen Wald und Offenland.

In den Dialogprozessen soll entwickelt werden, wie für die unterschiedlichen Ansprüche ein
Interessenausgleich erzielt werden kann. Dabei geht es auch darum, ein gemeinsames Verständnis von
multifunktionaler und naturnaher Waldbewirtschaftung zu erarbeiten, in dem sich diese Akteur:innen
wiederfinden. Als Ergebnis des Prozesses sind sowohl inhaltliche als auch methodische Komponenten, wie
etwa eine Auswahl geeigneter und getesteter Verfahren für den Interessenausgleich, vorgesehen.

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