Eklat im Rathaus Bad König: Bürgermeister Muhn lässt Belobigungen in seinem Amtszimmer verstauben

von Anke Dobler
4 Kommentare Demobild Mann am Schreibtisch

Bad König, eine Stadt, die einst für ihre Gemeinschaft und Solidarität stand, findet sich nun im Schatten der Emotionslosigkeit ihres Bürgermeisters Muhn wieder. Ein trauriges Kapitel der Missachtung und des Versagens spielt sich ab, als zwei junge Frauen (Fabienne und Joana Alessia S.)  die sich in einem heldenhaften Rettungseinsatz bewiesen hatten, seit zwei Jahren auf ihre wohlverdienten Belobigungen von keinem Geringeren als dem ehemaligen Ministerpräsidenten für Hessen, Volker Bouffier, warten.

Doch Muhn, anstatt Wertschätzung zu zeigen, lässt die Auszeichnungen in seinem Amtszimmer verstauben und setzt auf eine Mischung aus Ignoranz und fadenscheinigen Ausreden wie z.B. die Corona-Epidemie.

Seine Antwort vom 17. Juli 2023 auf die mehrfache Nachfrage von Frau Zimmermann (Referat Ordensangelegenheiten/Abteilung Protokoll und Veranstaltungen/Staatskanzlei Wiesbaden), warum diese noch nicht überreicht wurden, lautete seine Antwort wie folgt:

Die Urkunden wurden aufgrund der fast 3 Jahre andauernden Corona-Pandemie noch nicht ausgehändigt, da wir die Öffentlichen Belobigungen in einer öffentlichen Veranstaltung/Sitzung durchführen möchten.

Wir werden dies nun in Angriff nehmen und die Urkunden aushändigen und bitten um Nachsicht, dass dies noch nicht geschehen ist.

Was war zuvor passiert?

Fabienne und Joana Alessia aus Nieder-Kinzig hatten einem Nachbarn geholfen, als dieser mehrfach massive Atemnot mit Abfall der Sauerstoffsättigung  erlitt und beide sodann die Erstversorgung übernahmen und auch die Notrufe abgesetzt hatten. Der betroffene Nachbar sagte selbst über diese lebensdrohlichen Vorfälle im Nachgang, dass er nicht mehr da wäre, wenn sie nicht so selbstlos und schnell gehandelt hätten.

Für diesen Rettungseinsatz hat der ehemalige Ministerpräsident aus Hessen, Volker Bouffier, persönlich die Belobigungen ausgestellt.  Anstatt diesen Akt der Anerkennung zu würdigen, scheint Muhn sich in einem Kokon der Herzlosigkeit zu verstecken. Die Auszeichnung der beiden jungen Frauen hätte nicht nur als moralische Anerkennung ihrer selbstlosen Tat gedient, sondern auch als positives Beispiel für die Gemeinschaft von Bad König.

 In einem Jahr, in dem die Welt sich neuen Herausforderungen stellte, scheint es für Muhn zu viel verlangt zu sein, eine angemessene Ehrung für die jungen Frauen zu organisieren. Die zahlreichen Feste und Veranstaltungen in Bad König auch in den Sommermonaten 22/23 (man denke nur an das Oldtimerfest im Juli 22), dass durchaus Zeit und Raum für solche Anlässe  in beiden Jahren vorhanden waren.

Odenwald-Aktuell hatte erst jetzt einen Hinweis aus der Bevölkerung erhalten, diesem Sachverhalt nachzugehen. Wir von der Redaktion haben diese Woche sowohl Bürgermeister Muhn als auch die Staatskanzlei diesbezüglich um eine Stellungnahme dazu gebeten.

Während BGM Muhn uns mal wieder erwartunggemäß nicht geantwortet hat (zumindest nicht bis jetzt), lautet die Stellungnahme von Staatssekretär Rösmann (Presseabteilung Staatskanzlei Wiesbaden) wie folgt:

Das Referat Ordensangelegenheiten unseres Hauses ist im engen Austausch mit der Stadt Bad König, der die entsprechenden Urkunden vor längerer Zeit zugesandt wurden. Die Folgen der Corona-Pandemie haben leider in vielen Fällen zu Verzögerungen bei der Aushändigung von Ehrungen und Auszeichnungen geführt, die auch das vergangene Jahr noch bestimmt haben. Wir sind zuversichtlich, dass die verdienten Belobigungen für Fabienne und Joana Alessia S. (Abkürzung des Nachnamens durch die Redaktion) in der nächsten Zeit stattfinden können“.

Das Argument „Corona“  außerhalb des Zeitraums des Lockdowns von 2021 noch als Rechtfertigungsgrund dafür zu nennen ist wieder mal ein typischer „Muhn“.

 Die an den Tag gelegte  Herzlosigkeit gegenüber der verdienten Anerkennung für die beiden mutigen jungen Frauen und der Ignoranz gegenüber der Öffentlichkeit sind mehr als nur politisches Versagen – es ist moralischer Bankrott.

Die Untätigkeit von Bürgermeister Muhn wirft nicht nur Zweifel an seiner Führungskompetenz auf, sondern offenbart auch einen Mangel an Empathie und Respekt. Die Belobigungen von Volker Bouffier zu ignorieren, ist nicht nur ein Affront gegenüber den jungen Frauen, sondern gegenüber der gesamten Gemeinschaft von Bad König.

Bad König braucht einen Anführer, der nicht nur politische Pflichten erfüllt, sondern auch moralische Werte hochhält. Sollte Muhn weiterhin in seinem emotionslosen Trott verharren, wird die Bevölkerung von Bad König entscheiden müssen, ob sie einen Bürgermeister haben möchte, der die Werte der Gemeinschaft ehrt, oder einen, der sie im Dunkeln liegen lässt.

Vielleicht wäre es besser, dass die Belobigungen durch einen neuen Bürgermeister in 2024 übergeben werden. Auch wenn dies bedeuten würde, dass nochmals mehrere Monate dafür vergehen. Nach knapp 3 Jahren nach Ausstellung der Belobigungen kommt es dann darauf auch nicht mehr an.

Unser Fazit:

Der Bürgermeister hat in dieser Sache einmal mehr eine Performance hingelegt, die stark an eine Imitation von Olaf Scholz erinnerte. Er hat also wieder mal  „gescholzt“.

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4 Kommentare

Hans Peter Ries Januar 18, 2024 - 5:03 pm

Es sind traurige, aber wahre Vorkommnisse die aus dem Rathaus zu vermelden sind. So werden zum Beispiel anwaltliche Anfragen eines Mandanten auf Akteneinsicht seit drei Monaten ignoriert. Der Behindertenbeirat wartet seit 2 Monaten auf ein Gespräch bezüglich der Straße an den Seen. Durch das Sponsoring des Christmas- Ligth, wurde keine Kontrolle der Elektroinstallation durchgeführt, nein, durch Frau Kees wurde mir mittgeteilt ich solle mich an den Veranstalter wenden. Meine Erfahrungen mit dem Rathaus, ließen sich endlos fortsetzen. Das darf so nicht weitergehen.

Antwort
Wolfgang Januar 19, 2024 - 8:15 am

Leider hat dieser Mann ebenso wie sein Freund in der kommunal Aufsicht narrenfreiheit.aber da es anscheinend nur einige wenige Bürger sind die dies abmahnen wird er weiter seine Besoldung von über 10000 € im Monat für nichts tun erhalten.

Antwort
wolle Januar 19, 2024 - 5:05 pm

Wann wacht denn endlich die Verschlafene Komm. Aufsicht auf und greift hier in dieser Maroden Gemeinde ein?
Aus vollem Mund zu sagen das bei den Hebesätzen noch Luft nach oben ist Unterstützt doch diesen Bgm.
Auch die Stadtverordneten Dümpeln nur noch in Ihrer eigenen Blase dahin und haben nichts besseres zu tun als zwischen CDU und SPD gegen die ZBK zu Schiessen.
SPD = Soziale Partei Deutschlands. WO BITTE ???? Für Strassenbeiträge,Für Erhöhung Hebesätze. Für Zuschuss Therme.
Gegen Freibad.
CDU = Christliche Partei Deutschlands. WO BITTE??? Für Aussichtshügel.Für Strassenbeiträge.Für Hebesätze. Für Zuschuss Therme.Gegen Freibad.Aussage während einer Sitzung : Man könnte doch das Loch ( Freibad ) einfach zuschütten!
Merken diese Hochintelligenten Zeitgenossen was hier in dieser Gemeinde Vorgeht? Keine Ideen aber die Bürger in den Ruin treiben.

Antwort
Capt. Kork Januar 21, 2024 - 12:15 pm

Gut gemacht Herr Muhn!
Ein beispielloses „Vorbild“.
Wen wundert noch der Zustrom nach rechts,
um eine politische Wende herbeizuführen, bei solch politischem Desinteresse.

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