Die Päpstin Eine perfekte Inszenierung auf Burg Clingenburg

Am gestrigen Freitag (23.07.21) war es endlich soweit:

von Michael Dobler

Klingenburg: Am gestrigen Freitag (23.07.21) war es endlich soweit: Die Premiere des Musical “Die Päpstin” auf der malerisch gelegenen historischen Clingenburg oberhalb der Stadt Klingenburg a. Main wurde aufgeführt. Eine erwartungsvoll prickelnde Spannung lag in der Luft.

Der extra dafür eingesetzte Shuttlebus transportierte bequem die Musicalbesucher vom Parkplatz “Winzerfestplatz” bis hinauf zur Clingenburg. Dort angekommen erwartete die Besucher ein elegantes Entree mit purpurfarbenen Teppich und einem elegant gestalteten Eingang mit großflächigen Plakaten des Musicals als Hintergrund.

Das Genussdorf

Im offenen Foyer war das “Genussdorf” stimmungsvoll von den Veranstaltern mit verschiedenen Ständen in Szene gesetzt, so dass die Besucher sich bereits vor Beginn mit diversen Köstlichkeiten versorgen konnten. Die einzelnen Tische waren mit weißen Tischdecken und lilafarbenen Dekogläsern versehen, auf denen die Tischnummern standen. In den Gläsern befanden sich kleine LED-Lichterketten, die später am Abend am Tisch für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten und diese wirkungsvoll in Szene setzten.

Als Auftakt zur Premierenvorstellung eröffneten als perfektes Duo Bürgermeister Reichwein (Stadt Klingenburg) und Christopher Abb (1. Vorsitzender d. Vereins MainMusical) diesen Premierenabend und baten vorab einige geladene Ehrengäste auf die Bühne.

Besonders hervorzuheben waren die Staatsministerin Judith Gerlach, Herr Alexander Wiegand von der Firma WIKA, der den Verein mainmusical tatkräftig unterstützte und in diesem Zusammenhang auf der Bühne als “Ehrenmitglied” des Vereins ausgezeichnet wurde. Sowie Peter Scholz von Spotlight musicals, der Produzent des Musicals “Die Päpstin” ist (nach einem Roman von Donna W. Cross) und der mit seiner Anwesenheit dem Ensemble des Vereins damit den künstlerischen  “Ritterschlag” verpasste.

Der Start

Nach ca. 20 Minuten begann das lange erwartete Musical

Die erste Szene des ersten Aktes lässt die Zuschauer bereits eintauchen in die bewegte Kindheit der Protagonistin dieses zum Leben erweckten Romans. Ist doch der historische Hintergrund dieses Musicals aus einer ganz anderen Zeit. Als Frauen und Mädchen wenig bis gar keine Möglichkeit individueller Selbstbestimmung hatten. Und daher bildet das Musical “Die Päpstin” einen Spannungsbogen zur heutigen Stellung der Frau in unserer modernen Gesellschaft.

Die Aufführung selbst hatte unsere Erwartungen noch weit übertroffen. Von Beginn an war das Publikum fasziniert von der perfekten Inszenierung und der Gesamtkomposition aus hervorragendem Orchester, stimmiger Lichtchoreographie, sehr gute Tontechnik, schöner Kostüme und allen voran hervorragender Künstler.

Sowohl in den Sprechrollen als auch als exellente musikalische Darbietung der Künstler und Künstlerinnen tauchte das begeisterte Publikum in die Geschichte der Päpstin Johanna ein.

Von allen musikalischen Darbietungen blieben vor allem die Künstlerinnen, die die Johanna in allen Altersstufen spielten (Lena Starke, Laura Müssig und Emma Sophie Adelmann, Linja Tauber) sowie Markgraf Gerold (Christopher Abb) aber vor allem auch Marcel Lutz als Arsenius und Christopher Hauck als Bischof Fulgentius als stimmgewaltige Sängerinnen und Sänger besonders in Erinnerung.

Die leidenschaftliche Geschichte zwischen Johanna und dem Markgraf Gerold auf der einen Seite und der Religion und der Kirche in Rom und ihren Vertretern auf der anderen Seite erzeugte ein perfektes Spannungsbild, dass alle Ensemblemitglieder, sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen mit viel Gefühl, Spass, Tanz und hervorragendem Gesang unterhaltsam auf die Bühne brachten.

Das für uns als Redaktion vielleicht stimmungsvollste Stück war das Lied im ersten Akt “Wehrlos”, das die junge Johanna mit dem von ihr romantisch verehrten Markgrafen Gerold zeigt.

Die Bühnenpräsenz aller Sänger und Sängerinnen war dabei kaum von der eines professionelles Ensembles zu unterscheiden. Die mitreißende gesangliche Qualität in Verbindung mit der raffinierten Lichtkomposition und dem hervorragenden Orchester unter der Leitung des 2. Vorsitzenden des Vereins Mainmusical Herrn Merget können sich problemlos mit professionellen Ensembles messen. Auch die Tontechnik ermöglichte den Besuchern in den hinteren Sitzreihen eine sehr gute Hörakkustik.

Da alle Künstler und Künstlerinnen zudem Laiendarsteller/innen sind, ist diese außergewöhnliche Leistung, die sie am Premierenabend auf die Bühne gezaubert haben schlicht als sensationell zu bezeichnen.

Was Bürgermeister Reichwein in Verbindung mit dem Verein Mainmusical, den Gastronomen und allen anderen daran Beteiligten hier verwirklicht haben, ist weit über die Grenzen der Region Miltenberg hinaus nur als außergewöhnlich und bemerkenswert zu bezeichnen.

Unser Fazit:

Ein gelungener unterhaltsamer Premierenabend mit hervorragender Bewirtung (u.a. Alexander Schmidt/Burgterasse Clingenburg sowie Weinbau Stritzinger/Klingenberg), tollem Ambiente und vor allem einer herausragenden musikalischen Unterhaltung. Eine perfekte Inszenierung des Musicals “Die Päpstin”.

Das Musical läuft noch bis zum 07.08.21, ein Besuch ist für alle Musicalbegeisterte Pflicht. Ob es noch Restkarten gibt, erfahren Sie direkt auf der Vereinsseite des Veranstalters mainmusical.com.

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